Ich bin ein angehöriger

Meine Tochter hat Brustkrebs

Im Allgemeinen kommt eine Krebsdiagnose überraschend. Die Unterstützung durch die Familie ist bei der Bewältigung dieser Diagnose eine wichtige Stütze. Der erste Schritt besteht darin, zu verstehen, dass eine solche Diagnose kein Todesurteil ist. Informieren Sie sich umfassend über alle Facetten ihrer Krankheit: Die Vorschläge der Ärzte, die Prognose, die möglichen Nebenwirkungen der Behandlungen, insbesondere in Bezug auf die Fruchtbarkeit. Seien Sie stets ehrlich mit Ihrer Tochter, auch wenn dies schmerzhaft sein kann, um ihr zu zeigen, dass sie voll auf Sie zählen kann.

Manchmal braucht es nicht mehr als ein offenes Ohr. Verschließen Sie sich nicht, wenn Ihre Tochter ein schwieriges Thema, wie zum Beispiel den Tod, anschneidet. Geben Sie ihr die Möglichkeit, ihre Gefühle und Ängste zu formulieren, ohne sie zu unterbrechen. Respektieren Sie aber auch, wenn sie nicht darüber sprechen möchte; manchmal möchte Ihre Tochter vielleicht einfach allein sein. Sagen und zeigen Sie ihr, dass Sie ihre Stärke bewundern. Auch sie ins Krankenhaus zu begleiten kann eine wichtige Unterstützung sein, denn nicht nur die Behandlungen, auch die Wartezeit kann sie manchmal auf eine harte Probe stellen.

Unterstützen Sie sie, aber nehmen Sie ihr nicht die Entscheidungen ab. Und trauen Sie sich auch mal zu lachen, denn mit Humor gelingt es manchmal, schwierige Situationen einfacher zu meistern. Es kann vorkommen, dass die Familie oder Freunde sich ungeschickt anstellen, wenn sie ihre Hilfe anbieten, dies kann zu Spannungen und Verärgerung führen. Sprechen Sie darüber mit den anderen Familienmitgliedern, um einen ausgewogenen gemeinsamen Weg zu finden.